DARUM NEIN ZUM ÄGERI-TUNNEL AM 03.03.2024
DIE KATZE IM SACK ... !  Der Tunnel ist eine Mogelpackung

Das Komitee Schutz vor Mehrverkehr ist überparteilich. Hier wird fundiert über die Auswirkungen des Tunnelbaus informiert.
Es gibt viele Gründe genauer hinzuschauen. Entscheiden Sie selbst!

Hier sind die Gründe um NEIN zu stimmen
Keine fundierte Planung
Dem Tunnelprojekt fehlen die wissenschaftlichen Grundlagen. Die Berechnungen basieren auf Zahlen aus der Vergangenheit. Es wurde nicht geprüft, was ein Tunnel verkehrstechnisch wirklich bringt. Die neuesten Zahlen zur Tangente Baar zeigen das ebenfalls; sie hat nicht gebracht was von ihr erwartet wurde.
Wir leben in einer Zeit, in der sich die Mobilität wandelt. E-Autos, Carsharing, 18-jährige die keinen Führerschein mehr machen wollen, stärkere Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Rahmenbedingungen wurden bei der Planung der Tunnels nicht mitbedacht.
Es ist leider nur eine Behauptung, dass der Verkehr im Zentrum von Unterägeri durch den Tunnel um 75% reduziert würde. Nachvollziehbare Berechnungen und Beweise fehlen.
Keine echte Entlastung des Zentrums
Die Befürworter des Tunnels sprechen von einer Entlastung des Verkehrs, weil die Autos die den Tunnel benutzen, nicht mehr durchs Zentrum fahren. Im Zentrum fahren dann weiterhin: Einwohner und Besucher, die durchs Dorf zur Hauptstrasse oder zum Einkaufen fahren, Handwerker, Lieferfahrzeuge und Busse. Unterägeri ist das Einkaufszentrum für das Tal und darüber hinaus. Dieser Verkehr würde auch weiterhin durch das Dorf fahren.

Neue Strassen ziehen mehr Verkehr an
Seit den 1950er Jahren ist durch Studien immer wieder belegt worden, dass neue Strassen mehr Verkehr anziehen. Der gesamte Verkehr im Tal würde zunehmen. Zu dieser Thematik gibt es eine aktuelle Schweizer Studie (mehr hier). Zusätzlicher Verkehr kann auch durch die üblichen Navigationssysteme im Auto. Bei einem Stau in Art z. B. würde eine neue Route über Ägeri vorgeschlagen werden, weil sie rechnerisch eine kürzere und schnellere Strecke verspricht. Das erhöhte Verkehrsaufkommen im Tal würde insbesondere auch Oberägeri treffen.

Das Nadelöhr Neuägeri bleibt auch mit Tunnel
Durch die Beschränkung auf 50 kmh, die Halte des Busverkehrs und den Fußgängerverkehr staut sich staut sich talwärts der Wehr in den Tunnel zurück. Was an Zeit eventuell durch den Tunnel gewonnen würde, würde durch die Dorfdurchfahrt wieder vernichtet.

Die Tunnelidee ist 50 Jahre alt
In den 1970er Jahren kam die Idee des Tunnels erstmals auf, die Gemeinde Unterägeri suchte einen Ort für die östliche Tunneleinfahrt und erwarb das ehemaliges Kindersanatorium „Theresiaheim“. Es wurde 1986 abgerissen, da es nicht unter Denkmalschutz stand. Allein das Badehaus, das heutige „Haus am See“ wurde erhalten. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte ein Tunnelprojekt viele Gegner im Dorf.
Ein Beton-Koloss zerstört den schönsten Platz am See
Die Tunneleinfahrt Richtung Zug ist in der Nähe des Schiff-Stegs und des Springbrunnens geplant. Ein riesiges Betonloch mit entsprechenden Straßenbaumaßnahmen wie Beschilderungen usw. würde eines der Postkartenmotive von Unterägeri zerstören. Auch wenn sich der Verkehr am Abend beruhigt, bleibt die Verschandelung des Ortseingangs. Die Erholung im Birkenwäldli, der Spaziergang über die Bogenbrücke und den Seerand würde durch das dominante Verkehrsbauwerk nachhaltig beeinträchtigt. Das Juwel von Unterägeri sollte geschützt und nicht für immer zerstört werden.
Bau, Stau und Schwerverkehr über viele Jahre
Wer heute mit Ja stimmt, muss lange warten bis der Tunnel fertig ist. Mit einer Bauzeit von bis zu 20 Jahren kann gerechnet werden. Bis dahin werden gegen 30’000 40 Tönner nur mit Aushub durch das Dorf fahren und mindestens so viele mit Fertigbeton und Baumaterialien. das führt neben Lärm und Dreck zu massiven Staus. Die derzeitige Baustelle am See gibt einen kleinen Vorgeschmack. Die Belastung durch den Tunnelbau wäre um ein Vielfaches größer und länger.
Umweltproblematik
Durch den Bau würden wichtige Landschaften zerstört, tausende Tonnen Erde durch Beton ersetzt. Diese Art zu bauen, ist nicht zukunftsgerichtet ist. Der der CO2-Ausstoß, den es generell zu reduzieren gilt, wäre bei der Herstellung des Betons enorm. Wenn man die ökologischen Zusammenhänge betrachtet, ist das Tunnelprojekt vor allem eine gewaltige Umweltbelastung – und eine unnötige dazu.
Kosten
Es heißt immer wieder, dass der Kanton sich die hohen Baukosten leisten könne. Das ist kein sachliches Argument, sondern soll von den eigentlichen Problemen des Projektes ablenken. Man muss sich noch lange nicht alles leisten nur weil man es kann. Die sehr gute Finanzlage des Kantons sollte vielmehr dazu diesen, neue zukunftsträchtige Verkehrsmaßnahmen zu planen und umzusetzen.
Undemokratische, manipulative Informationen
Bei den Informationsveranstaltungen des Kantons wurde einseitig informiert. Die Gegner kamen praktisch nicht zu Wort. Die Bilder die dort gezeigt und an die Medien gegeben wurden, waren massiv geschönt. Sie zeigen eine romantische Situation, die so niemals umsetzbar wäre. Mit diesen Bildern wurde durch Vorgaukeln falscher Tatsachen Stimmung gemacht. Dies führte u. a. zu einer Stimmrechtsbeschwerde. Darauf hin wurden die am schlimmsten manipulierten Bilder gelöscht. Das Abstimmungsheft folgt aber wiederum der gleichen Strategie: 24 Seiten Pro, 4 Seiten Contra und unrealistische Photoshop-Bilder, die nur Emotion und privates Glück suggerieren. Es ist schlicht unseriös, die Stimmbürger so massiv falsch zu beeinflussen.

Sofort umsetzbare Verbesserungen und Alternativlösungen
Sofort umsetzbare Lösungen zur Verkehrsreduzierung wurden vertagt. Sie würden zu den sogenannten flankierenden Massnahmen gehören und könnten ja „in den nächsten Jahren diskutiert“ werden.
Dinge wie ein Tempolimit zur Verlangsamung und Verflüssigung des Verkehrs, Velowege, eine weitere Optimierung des Busverkehrs und seiner Tarife, erweiterte Parkhauskapazitäten, Carsharing-Plätze und vieles mehr wurden nicht durchdacht. Sie wären die Elemente einer modernen, ökologisch gerechten und daher zukunftsfähigen Verkehrsplanung.
Es macht überhaupt keinen Sinn, in Unterägeri einen Tunnel zu bauen.
Deshalb: Gegen den Ägeri-Tunnel stimmen!

Das Projekt hält nicht was es verspricht
- 75% weniger Verkehr ist nur eine Behauptung
- Es wird fürs ganze Tal sogar mehr Verkehr generiert, da neue Strassen gebaut werden
- Allgemeine Verkehrsprobleme werden dadurch nicht gelöst
- Zentren werden nicht so entlastet, dass Familien dort spazieren können

Unseriös geplant, manipulativ beworben

- Das Projekt wurde nie wissenschaftlich überprüft
- Wie der Durchgangsverkehr gelenkt wird ist völlig unklar
- Verwirrung wird gestiftet durch manipulative Bilder mit unmöglichen Szenen
- Undemokratische Veranstaltungen informierten einseitig und verschönigend

Es entstehen zusätzliche Nachteile
- Unterägeris schönster Platz um die Schiffsanlegestelle und das Haus-am-See wird unwiederbringlich durch ein riesiges Betonbauwerk zerstört
- Riesige Lastwagen fahren während der jahrelangen Bauzeit durchs Dorf, mit viel zusätzlichen Staus und Emissionen
- Die Umwelt wird massiv zerstört und damit ein Problem für unsere Nachkommen geschaffen

Was sofort gemacht werden kann wird nicht bedacht
- Sofort umsetzbare Lösungen zur Verkehrsreduzierung werden vertagt
- Tempolimit und Velowege zB werden "dann den nächsten Jahren diskutiert“
- Durch die Milliarden die der Kanton übrig hat könnten neuste Lösungen erarbeitet werden
- Durch Bergbahnen setzte die Schweiz weltweit Ingineursstandarts, der Ägeri-Tunnel ist ein Projekt aus den 70er Jahren, hier fehlt die Ingineursleistung der Zukunft
STIMMEM SIE NEIN ZUM ÄGERI-TUNNEL AM 03.03.2024